
Vatikan bei UN: Klar gegen Krieg
Erzbischof Gabriele Caccia wiederholte wortwörtlich den Appell, den Franziskus am 2. Oktober beim Angelus ausgesprochen hatte, und der sich ausdrücklich an die Präsidenten der beiden kriegführenden Länder Ukraine und Russland richtete, die Waffen zum Schweigen zu bringen und 鈥瀌ie Bedingungen für die Aufnahme von Verhandlungen zu suchen, die zu Lösungen führen können, die nicht mit Gewalt durchgesetzt werden, sondern vereinbart, gerecht und stabil sind". Bedingungen, die, wie der Papst betonte, 鈥瀉uf der Achtung des unantastbaren Wertes des menschlichen Lebens sowie der Souveränität und territorialen Integrität eines jeden Landes beruhen". Und dies, 鈥瀘hne uns in gefährliche Eskalationen" eines Krieges hineinziehen zu lassen.
Erzbischof Caccia sprach auch die besorgniserregende Entwicklung der Rüstung an, von Waffen wie Antipersonenminen und Streumunition bis hin zu orbitalen Waffensystemen und Anti-Satelliten-Raketen. Die weltweiten Militärausgaben hätten 鈥瀦um ersten Mal zwei Billionen Dollar überschritten" und verbrauchten Ressourcen, 鈥瀌ie eine ganzheitliche menschliche Entwicklung fördern und unzählige Leben retten könnten". Wenn wir uns nicht mit dieser wuchernden Verbreitung auseinandersetzen", sagte er, 鈥瀢ird die Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung schwer zu erreichen sein. Ebenso mahnte der Diplomat Verantwortung aller Staaten zur Bekämpfung der Armut und dem Schutz der indigenen Bevölkerung an.
Pandemien, Kriege und wachsende Armut
Nicht nur gegen den Krieg, sondern auch zur Beseitigung der Armut und der Entwicklung der Landwirtschaft, der Ernährungssicherheit hielt Bischof Caccia eine Rede und stellte Verzögerungen gegenüber dem vorgesehenen Zeitplan fest. Er mahnte, dass intensivere Anstrengungen unternommen werden müssten. Die Pandemie habe zu einem Anstieg der Armutsquote von 8,3 Prozent im Jahr 2019 auf 9,2 Prozent im Jahr 2020 geführt. Eine 鈥瀞cheinbar kleine Schwankung in den Daten", die jedoch, wie Erzbischof Caccia betonte, 鈥瀍iner enormen Veränderung entspricht, nämlich 77 Millionen Menschen mehr, die mit weniger als 1,90 US-Dollar pro Tag leben müssen", was eine weit verbreitete Unterernährung und eine Reihe damit verbundener Probleme bedeute - von der Gesundheit bis zur Beschäftigung. Daher die wiederholte Aufforderung, 鈥瀍ine Politik zu konzipieren, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt und einen gleichberechtigten Zugang zu den wesentlichen Gütern, Ressourcen und Möglichkeiten gewährleistet, die für die Aufrechterhaltung des Lebens und die Förderung der ganzheitlichen Entwicklung und des Wohlergehens eines jeden Menschen unerlässlich sind".
In der dritten Kommission der Generalversammlung, die sich mit den 鈥濺echten der indigenen Völker" befasste, wies Erzbischof Caccia darauf hin, dass diese 鈥瀦u oft vernachlässigt, wenn nicht sogar ignoriert werden". Dies habe Auswirkungen auf diese Bevölkerungsgruppen, die bereits Opfer der Auswirkungen des Klimawandels und der Umweltzerstörung seien, sowie, so prangerte der vatikanische Beobachter an, 鈥瀏ierige und kurzsichtige Politiken und illegale Praktiken, die zur Enteignung von Territorien und Ressourcen" fördern könnten. Stattdessen sei nötig, die indigenen Völker und ihre Rechrte anzuerkennen, 鈥瀒ndem sie gegebenenfalls in die Entscheidungsprozesse einbezogen werden", und zwar in den Gremien, in denen die betreffenden Maßnahmen beschlossen werden.
(vatican news-sm/sst)
Danke, dass Sie diesen Artikel gelesen haben. Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben wollen, k枚nnen Sie hier unseren Newsletter bestellen.